Ein höheres Gehalt wird wieder zum Jobargument. © Shutterstock

Ein höheres Gehalt wird wieder zum Jobargument.

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Umfrage: Unsichere Lage bringt bei junger Generation starken Fokus auf das Gehalt

Die Whatchado-Umfrage zur Arbeitgeberattraktivität überrascht damit, dass interessante Aufgaben und Gehalt für junge Bewerber:innen wichtiger als Klimaschutz-Engagement und Möglichkeiten zum Home Office sind.

von Alexandra Embacher
20. Juli 2022

Eigentlich ging man davon aus, dass sich die junge Generation an (künftigen) Arbeitnehmer:innen eine gute Work-Life-Balance, genug Flexibilität und Freizeit von potenziellen Arbeitgeber:innen wünscht. Doch die Video-Karriere Plattform Whatchado lässt nun mit den Ergebnissen ihrer Umfrage aufhorchen, die ziemlich weit weg von dieser langjährigen Annahme liegen: Das im Job zu erwartende Aufgabengebiet ist für neun von zehn der Befragten für die Entscheidung, sich für einen Job zu bewerben, ausschlaggebend und liegt damit knapp vor dem ausgeschriebenen Gehalt, welches für 84 Prozent sehr wichtig bzw. wichtig ist. Für rund zwei Drittel ist ein besseres Angebot bezogen auf Gehalt oder Benefits zusätzlich für einen Jobwechsel ausschlaggebend – und die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmer:innen ist durch die andauernde Corona-Pandemie und die dadurch ausgelösten Verwerfungen am Jobmarkt ohnehin größer geworden. Auf eine Top-Platzierung schafften es auch Weiterbildungsmöglichkeiten, die für Studierende gar einen höheren Stellenwert als das Gehalt aufwiesen.

Doch woher kommt dieser plötzliche Hang zum Geld? »In der Tat vermuten wir, dass der starke Fokus auf das Gehalt mit den aktuellen globalen Entwicklungen zusammenhängt – von der Invasion der Ukraine bis hin zur hohen Inflation und den enormen Kosten für Energie«, sagen die Experten bei Whatchado auf Nachfrage. »In diesen Zeiten treten andere Dinge am Jobmarkt relativ schnell in den Hintergrund und das Gehalt ist wichtigster Faktor.« Diese Einschätzung beruhe auf Gesprächen mit den unterschiedlichsten Stakeholdern und der bisherigen Erfahrung von Whatchado.

Details zur Umfrage:

Im Zeitraum von 13. April bis 7. Juni 2022 nahmen an der Umfrage insgesamt 32.517 Teilnehmer:innen, die zu ihren Erwartungen an ihre Arbeitgeber:innen befragt wurden, teil. Darunter:

  • 19.186 Schüler:innen
  • 10.079 junge Berufserfahrene
  • 1.411 Student:innen
  • 1.841 Lehrlinge

Alle Umfrage-Teilnehmer:innen sind, bis auf einzelne Ausnahmen, dem DACH-Raum zuzuordnen. Da die Umfrage als Teil der Customer Journey auf der Webseite frei verfügbar war, wurde aber kein genauer Ländersplit vorgenommen. Die Erhebung erfolgte in drei Wellen.

Kein Home Office, kein Kündigungsgrund

In der öffentlichen Diskussion sind Klimaschutz und Home Office omnipräsent, bei den Umfrage-Teilnehmer:innen scheinen diese Themen bei der Job-Auswahl nicht im Mittelpunkt zu stehen: Im Durchschnitt ist nur einem Drittel der Befragten das betriebliche Engagement des Unternehmens hinsichtlich des Klimaschutzes ein großes Anliegen und für die Wahl des Arbeitgebers sehr wichtig bzw. wichtig.

Die Möglichkeit für Home Office ist für zumindest 40 Prozent relevant, wobei sich hier ein deutlicher Unterschied zwischen den Teilnehmenden mit mehr oder weniger Berufserfahrung feststellen lässt: Für rund die Hälfte der Berufserfahrenen ist Home Office für die Entscheidung, sich für einen Job zu bewerben, sehr relevant, womit hingegen nur knapp 40 Prozent der Schüler:innen übereinstimmen. Überraschend: Für nur 15 Prozent aller Befragten wäre es ein Kündigungsgrund, wenn keine Möglichkeit für Home Office bestünde. Bei Whatchado bleibt man auf alle Fälle am Wertekompass der Generation Z dran: »Wir werden auch in Zukunft immer wieder kurze Erhebungen auf unserer Online-Plattform integrieren, um mehr darüber zu erfahren, was junge Menschen am Arbeitsmarkt wirklich bewegt«, verspricht Geschäftsführer Jubin Honarfar abschließend.

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