Winzer Hannes Reeh © Jolly Schwarz

Winzer Hannes Reeh

© Jolly Schwarz

Hannes Reeh: »Wein ist für mich Musik!«

Der burgenländische Winzer im Gespräch über den Unplugged Zweigelt, was das mit Musik zu tun hat und aktuelle Trends in der Branche.

von redaktion
13. August 2022

PROFI: Worauf legen Sie beim Weinbau besonderen Wert?
Hannes Reeh: Mir wurde der Weinbau sozusagen in die Wiege gelegt. Ich habe 2012 das Weingut übernommen. Seither versuche ich das Alte zu bewahren, aber es in meiner ganz persönlichen Art und Weise in die Zukunft zu führen. Für mich steht eine nachhaltige Bewirtschaftung an oberster Stelle. Simple Verfahren ziehen sich bei uns durch den gesamten Prozess – von der Rebe bis zur Flasche. Wir greifen unterstützend ein, und ziehen den Wein schonend und nachhaltig groß.

Was sind die Aushängeschilder Ihres Weinguts?
Ganz klar der Zweigelt! Vollmundig, kräfitg und komplex – der Unplugged Zweigelt ist unser »Signature Wein«! Unplugged ist ein Begriff aus der Musik.

Was hat das mit Wein zu tun?
Wein ist für mich Musik! Unplugged bedeutet, ohne elektronische Verstärkung zu musizieren. Einfach, pur, wie am Lagerfeuer. Genauso pur und echt sind auch unsere Unplugged-Weine. Sie kommen ohne jeglichen Schnickschnack aus, ohne Schönung und Kosmetik – und genau das macht sie auch so einmalig.

Sind im Moment Trends in der Branche zu vermerken?
Rosé ist nach wie vor stark im Trend. Mit unserem In Bloom Rosé haben wir einen Rosé vinifiziert, der vielschichtig, intensiv und komplex daherkommt.

Wein ist . . .?
… für alle da! Wein ist ein geselliger Freund, den man gerne in seiner Runde aufnimmt. Er möchte nicht ständig besprochen, analysiert und befachsimpelt werden. Weintrinken sollte eine Leidenschaft sein. Keine Wissenschaft.

In Deutschland heißt der Wein »Rohstoff«. Foto beigestellt
In Deutschland heißt der Wein »Rohstoff«.
Foto beigestellt

INFO

Weingut Hannes Reeh
Gesamtanbaufläche: 65 ha
Rebsorten: Zweigelt, Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Chardonnay, Weissburgunder, Sauvignon Blanc
Bezugsquellen: Morandell, Pfanner, Döllerer

Erschienen in

Falstaff Profi Magazin

Nr. 03/2022

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