Thomas Hahn ist Inhaber der »Labstelle«. © Martina Siebenhandl

Thomas Hahn ist Inhaber der »Labstelle«.

© Martina Siebenhandl

Hahn: »Eine der wichtigsten Aufgaben ist die ›Pflege‹ meiner Mitarbeiter:innen.«

In der Wiener »Labstelle« sieht sich Thomas Hahn mehr als Kurator, denn als Gastronom. Wie das seinen unternehmerischen Erfolg garantiert, verrät er im Interview.

von redaktion
11. August 2022

PROFI: Was ist die Philosophie der »Labstelle«?
Thomas Hahn: Es ist die Leidenschaft für die Natur, die Menschen und die einzelnen Produkte, die unsere Philosophie prägt. So richtet sich beispielsweise unser Angebot immer nach der Jahreszeit und der entsprechenden Region, womit die Natur stets die Richtung vorgibt. Dabei verwenden wir nur beste Produkte uns bekannter Lieferant:innen. Auch das Tierwohl und eine nachhaltige Landwirtschaft sind uns ein großes Anliegen.

Das Thema Fachkräftemangel beherrscht zurzeit die Branche. Wie sieht es bei Ihnen diesbezüglich aus?
Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren – trotz Covid – von keinem/r unserer Mitarbeiter:innen getrennt. Ganz im Gegenteil: Wir haben die Zeit des Lockdowns genützt, um an neuen Konzepten zu arbeiten sowie Strukturen und Abläufe zu hinterfragen und zu optimieren. Genau das hat für eine besonders starke Bindung zur »Labstelle« beigetragen, wodurch wir heute auch personell bestens aufgestellt sind und uns über ein großartiges, hochmotiviertes Team freuen dürfen. Wir bekommen zum Teil auch wirklich sehr gute Bewerbungen rein, da sich heute viele Bewerber:innen ganz gezielt Betriebe aussuchen, in denen Werte wie Nachhaltigkeit und Vielfalt gelebt werden.

Wie motivieren Sie Ihr Team? 
Ich sehe mich selbst mehr als Kurator, denn als Gastronom in der »Labstelle«. Kurator kommt aus dem lateinischen Curator und bedeutet Pfleger und auch eine meiner wichtigsten Aufgaben ist die »Pflege« meiner Mitarbeiter:innen. Stets ein offenes Ohr für die Wünsche, Sorgen und Ideen meiner Mitarbeiter:innen zu haben – das erachte ich als einen der wichtigsten Punkte für unternehmerischen Erfolg.

Was ist für die Zukunft geplant?
Mit Ende des Jahres werden wir gemeinsam mit unseren Partnern »Friedreich Hospitality« und »Gaumenglück« die Gastronomie im neuen Parlament übernehmen. Vom kleinen Café über eine Kantine bis hin zum Fine Dining Restaurant und einem Veranstaltungsbereich werden wir dort eine gastronomische Vielfalt anbieten, die ebenso auf Nachhaltigkeit und Wertschätzung baut.

Erschienen in

Falstaff Profi Magazin

Nr. 03/2022

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