Marcel Gutheinz ist Inhaber und Geschäftsführer des »Hotel Jungbrunn – Der Gutzeitort«. © Hotel Jungbrunn

Marcel Gutheinz ist Inhaber und Geschäftsführer des »Hotel Jungbrunn – Der Gutzeitort«.

© Hotel Jungbrunn

Gutheinz: »Unsere Mitarbeiter:innen dürfen das Hotel so nutzen wie die Gäste auch.«

Marcel Gutheinz, Inhaber und Geschäftsführer des »Hotel Jungbrunn – Der Gutzeitort«, spricht im Profi-Talk über Motivation der Mitarbeiter:innen und was er gerne dem Nachwuchs mitgeben möchte.

von Alexandra Embacher
19. November 2022

PROFI: Platz 1 in der Kategorie »Innovation« – mit diesem hervorragenden Ergebnis gehen Sie aus dem Falstaff Arbeitgeber:innen-Check 2022 hervor. Was macht Sie zu einem herausragenden Arbeitgeber?
Marcel Gutheinz: Wir geben jeden Tag unser Bestes, hören einander zu, brechen Routinen auf und hinterfragen Prozesse. Zudem leben wir im Hier und Jetzt, lernen aus der Vergangenheit, richten unseren Blick in die Zukunft – und das alles mit Herzblut. Wir sind auf Augenhöhe mit unseren Mitar­beiter:innen, behandeln sie nicht von oben herab, sondern sind ein großes Miteinander.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter:innen?
Wir leben unsere »Jungbrunn«­-Leitbildsätze durch Abteilungsleiter:innen und Management vor. Zusätzlich versuchen wir ständig, Hindernisse aus dem Weg zu räumen; ganz nach dem Motto: »Was hält dich davon ab, dass dir die Arbeit, das Umfeld Spaß macht bzw. dass es dir hier gefällt?« Dafür braucht es auch ein Hinhören, was es für Störfak­toren gibt. Daher sind unsere monatlichen »Magic Moments« oder Crew­Feste sehr wertvoll, aber versickern, wenn es echte Probleme gibt, die im Weg stehen. Wer gerne hier bei uns arbeitet, ist super motiviert, trägt es nach außen und fühlt den »Jungbrunn Spirit«. Nicht zuletzt werben Mitarbeiter:in­nen neue Kolleg:innen an und erhalten dafür eine Provision.

Das »Hotel Jungbrunn – Der Gutzeitort« liegt im Tiroler Mannheim. © Hotel Jungbrunn
Das »Hotel Jungbrunn – Der Gutzeitort« liegt im Tiroler Tannheim.
© Hotel Jungbrunn

Was denken Sie, können bzw. müssen wir tun, um mehr junge Menschen für diese Branche zu begeistern?
Das Image der Branche muss aufpoliert wer­den, aktuell wird es zu negativ dargestellt. Daran müssen aber alle arbeiten und das Positive herausstellen. Auch in der Hotellerie kann man flexibel arbeiten, eine Fünf­-Tage-Woche ist bei uns normal. Wir gehen individuell auf Einzelne ein. Die Frage ist aber schon: Warum soll an Wochenenden frei sein, wenn dann alles geschlossen oder voll ist? Unter der Woche sind beispielsweise die Geschäfte offen, die Skipisten leer. Aber zurück zur Jugend: Wir müssten sie früh genug für die Branche interessieren, selbst in die Schulen gehen und zeigen, was wir für tolle Arbeitsgebiete haben.

Haben Sie einen Ratschlag für den Nachwuchs?
Davon habe ich einige: reinschnuppern, offen sein, ausprobieren, verschiedene Praktika absolvieren und frühzeitig damit anfangen, um festzustellen, was einem oder einer liegt. Zudem sollte man sich nicht von seinem Umfeld beeinflussen lassen, sondern das ausprobieren, worauf man Bock hat; dranbleiben und durchhalten. Im Hotel und in der Gastronomie gibt es viele verschie­dene, interessante und spannende Berufe.

Erschienen in

Falstaff Profi Magazin

Sept./Okt. 2022

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