Glatzers »Bunte Weine« stechen ins Auge – das kürzlich auch in das einer Jury. © HFA Studio

Glatzers »Bunte Weine« stechen ins Auge – das kürzlich auch in das einer Jury.

© HFA Studio

Bussi, Baba & Prost: Hanna Glatzers Wein grüßt von Postkarten

Die Welt der Nachwuchs-Winzerin aus Göttlesbrunn ist bunt. Das beweist einmal mehr ihre Weinlinie, die nun bei der CCA-Gala im Verpackungsdesign und in der Illustration ausgezeichnet wurde.

von Alexandra Embacher
10. Juni 2022

Bunt sollte es werden, so wie Hanna Glatzers Welt und ihre Weine. Mit diesem Auftrag war das junge Wiener Design Studio HFAkonfrontiert und setzte ihn mit Bravour um, wie die zweifache Auszeichnung bei einem der wichtigsten Kreativpreise Österreichs, dem »Venus Award« des Creativ Club Austrias (CCA), beweist. »Die Aufgabe war es, ein mutiges eigenständiges Konzept für Hanna Glatzers eigene (Natur-)Weinlinie zu gestalten«, beschreibt Leo-Constantin Scheichenost aus dem HFA Studio. Die Idee: Das Team gestaltete die Etiketten wie eine Briefmarke mit der dazugehörigen Postkarte – geschrieben aber aus der Sicht der Trauben. »Denn Hanna Glatzers Weine sollen um die ganze Welt gehen. Und dennoch nie den Bezug zur Heimat (und der Natur) verlieren.« Der Wein soll als der persönliche Gruß von Glatzers Trauben an alle Weinliebhaber und Genießer verstanden werden.

Persönlichkeit mal zwei

»Rosa Backerl, kugelrund. Gute Laune, pumperlgsund.« Mit diesem Text beginnt eine der Rückenetiketten in Postkartenform. In erster Linie fokussierte das Studio in seinem Konzept die Charakteristik des Weines, doch auch die Persönlichkeit der Winzerin selbst sollte sich darin widerspiegeln. Vom Design über Text bis zur Papierauswahl und den Druckveredelungen – alles musste ineinander greifen und stimmig sein. »Wie auch beim Wein selbst, ist es die Liebe zum Detail, die nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar werden soll«, begründet Scheichenost. »Es gibt wenige Produkte, die auf so vielen Sinnesebenen erlebbar gemacht werden müssen.« Besonders stolz sei man hier auf die Integration der Angaben in das Design. Viel Platz war auf der Briefmarke nämlich nicht.

Welschriesling des Weingut Glatzers © HFA–Studio
Das Naturweinprojekt erhielt vom Creativ Club Austria Silber für das Verpackungsdesign und Bronze für die Illustration. Foto beigestellt
Rosé des Weingut Glatzers © HFA–Studio
Hanna-Glatzer-Bunte-Weine-Welschriesling-c-Max-Manavi-Huber-2048
CCA-Venus-Statuen-beigestellt-2048
Newsletter
Newsletter
Hanna-Glatzer-Bunte-Weine-Rose-c-Max-Manavi-Huber-2048
previous arrow
next arrow
 

Wie man zum Etikett kommt, das wirkt

Ausgefallen und eigenständig, so sollte das Etikett der Glatzer-Weine werden. Natürlich brauchte es Mut, auf die klassische Etiketten-Größe zu verzichten und auf die Eigenständigkeit eines so reduzierten – und kleinen – Etikettes zu setzen. »Wie wir jetzt sehen, es zahlt sich aus: es wirkt und fällt auf«, resultiert er. Unbestritten ist, dass zu einem gelungenen Weinmarketing sicherlich auch Etiketten, die hervorstechen und nicht in der Masse der Flaschen in den Regalen untergehen, gehören. Aber vorweg: Weinetiketten sind schwierig zu gestalten; nicht umsonst hat das Weingut Glatzer das HFA-Studio mit Max Manavi Huber (Foto), Studio Werger (Styling Set) und Felix Malmborg (Illustration) herangezogen. Doch ein paar Richtlinien gibt es, an die man sich jedenfalls halten sollte:

  • Angaben, die jeder macht
    Herkunft, Sorte, Jahrgang, Qualitätsstufe, Alkoholgehalt, Hinweis auf Zuckergehalt, staatliche Prüfnummer und der Produzent oder Abfüller sollten unbedingt auf Vorder- oder Rückseite des Weins. Alleine schon aus Fairness den Konsumenten gegenüber.
  • Design, Design, Design
    Was gefällt, ist erlaubt: Zentral ist das Design, das nicht nur zum Wein selbst sondern auch zu Winzer und Weingut passen sollte. Außergewöhnliche Ideen und Kreativität werden dabei oft belohnt – jedoch sollte der Konsument die transportierte Nachricht verstehen. Ferner spielt die Druckqualität eine maßgebliche Rolle.
  • Zum Angreifen schön
    Neben des Designs fürs Auge wollen auch die Hände nicht vergessen werden. Denn ebenso die reine Materialqualität der Etiketten macht Qualität. Auch die lange Haltbarkeit – etwa, wenn eine Flasche im Weinkühler für längere Zeit bleibt – ist von entscheidender Bedeutung.
  • Digitalisierung trifft Wein
    Der Branchenverband Deutschschweizer Wein macht es vor: Mittels QR-Code auf dem Etikett sollen Kunden mehr Informationen zum alkoholischen Getränk, Weingut und Winzer erhalten. So kommen individuelle Informationen unter anderem per Video an den Mann oder die Frau.

Türöffner für noch mehr Gestaltung

Die Jury hat ihre Anerkennung für das mutige Design bereits gezeigt; eine Bestätigung für Auftraggeberin als auch Gestalter. Für das HFA Studio war es das erste Weinprojekt, bei dem man die komplette Etikettengestaltung übernehmen durfte – von Konzept, Design über Illustrationen, Text und Druckvorstufen plus Verpackung. »Da wir selbst Genussmenschen sind und die Zusammenarbeit mit anderen (Genuss-)Menschen schätzen, hoffen wir, dass diese Auszeichnungen ein Türöffner für noch mehr Etikettengestaltungen sind«, ist man im Studio bereit für neue Aufträge, auch aus der Gastronomie. Dabei gilt: Je mutiger und ausgefallener, desto besser. »Denn jeder mit Liebe gemachter Wein hat ein mit Liebe gemachtes Etikett verdient«, schließt Scheichenost.

hfa-studio.com

Lesenswert

Burlesque-Tänzerinnen im Stil der 1920er-Jahre beim Sektgeflüster. © Karl Schrotter

Burlesque-Tänzerinnen im Stil der 1920er-Jahre beim »Sektgeflüster«.

© Karl Schrotter

Steirisches Vulkanland

Burlesque-Tänzerinnen im Glas: Beim »Sektgeflüster 2022« ziehen die Eruption Winzer alle Register

Es wurde wieder ausgiebig geflüstert, als die neun Eruption Winzer aus dem Steirischen Vulkanland zum schon legendäreren »Sektgeflüster« luden. Gastgeber war dieses Mal das »Weinschloss Thaller« in Großwilfersdorf, das sich als Rahmen für das Event mehr als würdig erwiesen hat.

Geheimtipp: Für Metz sind Rebsorten wie der Rote Veltliner eine willkommene Abwechslung bei Empfehlungen. © Döllerer

Geheimtipp: Für Metz sind Rebsorten wie der Rote Veltliner eine willkommene Abwechslung bei Empfehlungen.

© Döllerer

Wein

Sträflich unterschätzt: Der Rote Veltliner

Der Rote Veltliner ist eine der traditionsreichsten Weißweinsorten Niederösterreichs. Über die Vorzüge der außergewöhnlichen Rebsorte, der eine gewisse Diva-Attitüde unterstellt wird.

Die Preisträger:innen freuen sich über ihre Branchenauszeichnung. © DHA

Die Preisträger:innen freuen sich über ihre Auszeichnung.

© DHA

Auszeichnung

»Hospitality HR Awards 2022«: Top-Arbeitgeber:innen der Hotellerie und Gastronomie sind ausgezeichnet

19 Hotellerie- und Gastronomiebetriebe wurden für ihre innovativen Konzepte mit dem »Hospitality HR Award« ausgezeichnet. Die Kategorie HR Gamechanger wurde zudem eigens für zwei besonders herausragende Konzepte geschaffen.

v.l.: Bundesrat Ernest Schwindsackl, Weinhoheit Katrin Strohmaier, Obmann Wein Steiermark Stefan Potzinger, Weinkönigin Sophie Friedrich, Leiter Werbung, Steiermärkische Sparkasse Michael Gradischnig, Weinhoheit Marlene Prugmaier, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Steiermark Maria Pein, GF Wein Steiermark Ing. Werner Luttenberger © Fotokuchl / Johannes Polt

Weinhoheiten und die Weinkönigin treffen auf Persönlichkeiten aus Institutionen und Politik.

© Fotokuchl / Johannes Polt

Wein

»Der Steirische Junker ist da«: Die Junkersaison 2022 ist offiziell eröffnet

Mit der heurigen Junker-Präsentation in der Stadthalle Graz startete offiziell die Saison für den Jungwein mit dem Steirerhut. Zur Präsentation, bei der rund 3.500 Gäste den Wein verkosteten, hatten der Verein Wein Steiermark und mehr als 100 Junker-Winzer:innen geladen.

Auf der Suche nach einer NoLo-Alternative zu Wein stieß Sommelier Philipp Schneider auf das Thema Gemüsewein. Aktuell produziert er zwei Varianten aus Roter Rübe und Sellerie. © www.florencestoiber.com / Hotel Hirschen

Sommelier Philipp Schneider produziert Gemüsewein aus Roter Rübe bzw. Sellerie.

© www.florencestoiber.com / Hotel Hirschen

Gemüse

Beete bitte: Spannende Geschmackserlebnisse durch Gemüsewein

Alkoholfreien oder -reduzierten Alternativen zu Wein fehlt es häufig an geschmacklicher Tiefe. Das dürfte sich nun ändern: Durch findige Küchenchefs, Sommeliers und Fermentationsfanatiker, die das »NoLo«-Segment mithilfe von Gemüse und anderer außergewöhnlicher Zutaten revolutionieren.

Die valencianische Gastronomie hat hervorragende Kulinarik zu bieten. © Visit València

Die valencianische Gastronomie hat hervorragende Kulinarik zu bieten.

© Visit València

Spanien

Spanisches València wird Gastgeber der »The World’s 50 Best Restaurants« Awards

Im Juni 2023 werden in der Hauptstadt des Turia die prestigeträchtigen Auszeichnungen für die gehobene Küche und Restaurants vergeben. Mit diesen Preisen wird die Arbeit der Haute Cuisine und des Gastgewerbes weltweit gewürdigt.

Meist gelesen

Traminer ist in Klöch eine Herzensangelegenheit. © Klöcher Traminer

Traminer ist in Klöch eine Herzensangelegenheit.

© Klöcher Traminer

Kochbuch

Der Traminer und das Steirische Vulkanland haben in einem Kochbuch zusammengefunden

14 Winzer:innen und 51 Rezepte, das sind die Eckdaten dieses besonderen Kochbuchs. Es hat sich einer einzigen Rebsorte, dem Traminer, und der kulinarischen Vielfalt einer steirischen Region verschrieben.

Die ersten drei Plätze: Kristina Kronsteiner (3.), Helena Lamster (2.) und Christoph Bleier (1.) © Christine Miess

Die ersten drei Plätze: Helena Lamster (2.), Kristina Kronsteiner (3.) und Christoph Bleier (1.)

© Christine Miess

Wettbewerb

Der beste Nachwuchs-Sommelier Ost-Österreichs heißt Christoph Bleier

Durch den Wettbewerb »Bester Nachwuchs Sommelier Ost-Österreich« ermittelte die Sommelier Union Austria die zukunftsträchtigsten jungen Sommelières und Sommeliers des Landes. Als Sieger tat sich 2022 Christoph Bleier hervor.

Wein- & Gourmet-Festival Baden-Baden: Alexandra Gorsche (Falstaff Profi), Johannes Kopp (Weingut Kopp), Nora Waggershauser (Baden-Baden Events) und Philipp Elsbrock (Falstaff) © Klaus Schultes

Baden-Baden Events und Falstaff laden zum Wein- & Gourmet-Festival.

© Klaus Schultes

Event

Baden-Baden Events und Falstaff machen die Schwarzwälder Kurstadt im Mai 2023 zur Genussmetropole

Drei Tage lang wird Baden-Baden im Frühjahr 2023 durch das Wein- & Gourmet-Festival zur Top-Adresse für Genießer:innen aus dem In- und Ausland. Baden-Baden Events und das führende Magazin für kulinarischen Lifestyle, Falstaff, machen die ganze Stadt zum Genuss-Hotspot. Attraktive Side-Events und Specials für Connaisseurs und Genussfans sind darüber hinaus geplant.

Wird die KI bald Weinprofis ersetzen? Einstimmiger Tenor: Nein! © Pexels / Pavel Danilyuk

Wird die KI bald Weinprofis ersetzen? Einstimmiger Tenor: Nein!

© Pexels / Pavel Danilyuk

Digitalisierung

KI-Sommelier: Cheers Künstliche Intelligenz!

Die Welt ist voller Weinbewertungen, die von der Expertise dahinter leben – von Menschen, die ihr Handwerk und jenes der Winzer:innen verstehen. So war es zumindest bis die Künstliche Intelligenz auf die Weinbranche traf und ihre eigenen Regeln mitbrachte. Ein Vergleich.

Das Weingut Hagn präsentiert den neuen Jahrgang. © Weingut Hagn

Das Weingut Hagn präsentiert seinen neuen Jahrgang.

© Stefanie Winter

Gewinnspiel

Spritzige 22 zu gewinnen: Weingut Hagn präsentiert Jungwein »Filius«

Advertorial

Wie es wohl schmeckt, Leichtigkeit und Jugendlichkeit in Flaschen abzufüllen? Das wissen all jene, die den aktuellen Jahrgang des Jungweins »Filius« aus dem Mailberger Weingut Hagn im Glas haben. Frisch abgefüllt ist der unverwechselbare leichte, fruchtige Grüne Veltliner seit kurzer Zeit erhältlich – und bei Falstaff Profi zu gewinnen. Bis zum 25. Oktober 2022 teilnehmen!

Robert Guschelbauer nahm den Pokal und die Urkunde gemeinsam mit seinem Team von Minister Martin Kocher entgegen. © Christian Fischer / KWP

Robert Guschelbauer nahm den Pokal und die Urkunde gemeinsam mit seinem Team von Minister Martin Kocher entgegen.

© Christian Fischer / KWP

Auszeichnung

Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser: Mit VR-Brillen-Lernmethode für Kochlehrlinge zum Staatspreis

Die 30 Häuser zum Leben und die 150 Pensionist:innenklubs für die Stadt Wien wurden bei der Award-Verleihung mit dem Staatspreis »Beste Lehrbetriebe« in der Kategorie »Digital Lernen und Ausbilden« ausgezeichnet. 

Der Newsletter für echte Profis

Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!